Die Anfragen meiner Freunde nahmen immer mehr zu und als ich dann letztendlich eine „offizielle“ Anfrage eines großen Industrieunternehmens vorliegen hatte, sagten meine Eltern zu mir „Kind, du musst dir echt was einfallen lassen. Entweder du machst es jetzt richtig oder du hörst auf.“
Als meine Eltern mir darüber hinaus auch ihre Unterstützung zusicherten, machte ich schließlich einen Termin in der örtlichen Unternehmensberatung, um die Möglichkeiten abzutasten.
Schnell stellte sich heraus, dass es durchaus einen Weg gibt, meine Leidenschaft offiziell zu betreiben: man kann bei der zuständigen Handwerkskammer eine Ausnahmegenehmigung für das Konditorhandwerk beantragen. Nach anfänglichen Zweifeln und Überlegungen packte ich meinen ganzen Mut zusammen, füllte den Antrag zusammen mit meiner Unternehmensberaterin aus und verschickte ihn mit Lebenslauf und Ausbildungszeugnis etc. an die Handwerkskammer.
Wie zu erwarten, kam nach einigen Tagen der Bescheid der Handwerkskammer, dass mein Antrag zur Kenntnis genommen wurde, meine derzeitigen Fähigkeiten  jedoch nicht ausreichen und ich für die Ausübung des Cupcake-Handwerks eine Sachkundeprüfung ablegen muss.
Plötzlich packten mich erneut Zweifel, ob ich solch eine Prüfung überhaupt bestehen kann, so ganz ohne Konditorausbildung. Trotzdem dachte ich mir „Du bereust es, wenn du es nicht wenigstens versuchst!“ und willigte in die Prüfung ein.

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